Heizkostenverteilung - nur beheizbare Flächen ?

04.08.2008

Die Heizkostenverordnung gibt in § 7 vor, dass von den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage mindestens 50 %, höchstens 70 % nach dem erfassten Wärmeverbrauch (z.B. durch Zähler) der Nutzer zu verteilen sind. Die übrigen Kosten, Grundkosten genannt, sind nach der Wohn- oder Nutzfläche (oder nach dem umbauten Raum) zu verteilen. Nach der Wohnflächenverordnung zählen aber auch bestimmte Freiflächen (z.B. Balkone, Dachgärten, Terrassen, Loggien) zur Wohnfläche. Fraglich ist daher, ob solche Flächen bei der Verteilung der Heizkosten in die Abrechnung mit einfließen dürfen.

Nach einem Urteil des KG Berlin ist der Vermieter verpflichtet, bei der Heizkostenabrechnung den Grundkostenanteil nur nach den tatsächlichen beheizbaren Flächen zu verteilen, wenn die Wohnungen des Anwesens nur zum Teil mit Balkonen ausgestattet sind oder die Flächen der Balkone stark voneinander abweichen.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn sich die Einbeziehung von Freiflächen nicht auswirkt, weil diese bei allen Wohnungen gleich groß sind (KG Berlin, Urteil v. 28.11.2005).

Quelle: Bayerische Hausbesitzer-Zeitung 5/2008