Sturmschäden - Wann haftet der Grundstückseigentümer?

16.02.2007

Die häufigsten Schäden bei Stürmen entstehen durch das Umstürzen von Bäumen und das Herabfallen von Ästen auf das Nachbargrundstück. Wer haftet nun für die Schäden, die dem Nachbarn hierbei enstehen können (z.B. defekter Zaun, eingedrücktes Dach usw.) ?

Der Baumeigentümer haftet nur dann für den Schaden, wenn er diesen verschuldet hat (Verschuldungsprinzip). Dies setzt in der Rechtsprechung voraus, dass für ihn erkennbar war, dass der Baum  einem Sturm nicht mehr standhalten wird. Ist der Grundstückseigentümer seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen d.h. hat er regelmäßig Sichtkontrollen durchgeführt um festzustellen, ob Bäume Schäden aufweisen und war dabei nicht erkennbar, dass z.B. der Baum einem Sturm nicht mehr standhalten wird, dann hat der Nachbar "Pech gehabt". In diesem Fall ist der Grundstückseigentümer nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet.

Quelle: Haus + Grund München 02/2007