Rauchen in der Mietwohnung

14.08.2006

Enthält der Mietvertrag eine wirksame Schönheitsreparaturklausel - dies wird aufgrund der neuen BGH-Rechtssprechung jedoch nur bei neuen Formularmietverträgen der Fall sein - und sind Renovierungsfristen abgelaufen, muss der Mieter die Vergilbungen und den Neuanstrich bereits aufgrund der vertraglichen Vereinbarung ausführen. Sind Renovierungsarbeiten nicht oder nicht wirksam vereinbart (z.B. weil der Mietvertrag eine Schönheitsreparaturklausel mit sog. "starren" Fristen enthält), besteht eine entsprechende Verpflichtung des Mieters nur dann, wenn die Schäden in der Wohnung die Folge eines vertragswidrigen Verhaltens sind. Hierzu hat der BGH jetzt entschieden, dass sich ein Mieter, der in der gemieteten Wohnung in "normalem" Umfang raucht und dadurch während der Mietdauer Ablagerungen verursacht, sich grundsätzlich nicht vertragswidrig verhält, sofern keine wirksame, das Rauchen in der Wohnung einschränkende Vereinbarung vorliegt (BGH, Urteil vom 28.06.2006, VIII ZR 124/05).

Quelle: Bayerische Hausbesitzer-Zeitung 7/2006