Steuerersparnis für Wohungseigentümer

15.08.2006

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat mit dem Urteil vom 17.05.2006 (Az. 13 K 262/04) entschieden, dass Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen (Hausreinigungskosten, Gartenpflege etc.) auch durch Wohnungseigentümergemeinschaften bzw. den Verwalter in Anspruch genommen werden können. Die Finanzverwaltung ist der Auffassung, dass kein sachlicher Grund dafür besteht die haushaltsnahen Dienstleistungen für Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilien anders zu bewerten als das Eigentum an Wohngebäuden nach Bruchteilen. Ziel der Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 EStG ist die Schwarzarbeit bei Beschäftigungsverhältnissen in privaten Haushalten zu bekämpfen. Das Verfahren ist nicht rechtskräftig. Die Revision ist wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache zugelassen.